Astrid Weber – Sopran | » Kritiken

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DER FLIEGENDE HOLLÄNDER

Bei Astrid Weber spürte man eine Hingezogenheit zu Sentas Seelenverwandten, die sie mit einem differenziert geführten, wahrlich jugendlich-dramatischen Sopran empfindsam verdeutlichte und ihre Partie zu einer einzigen Ballade formte.

Orpheus Das MusikTheatermagazin, Clauspeter Koscielny

Richard Wagner Festival Wels 2015

Astrid Weber setzte als Elisabeth ihren Sopran gekonnt ein, mädchenhaft oder fraulich, wie es die Rolle eben verlangt, und wurde wie der Tenor vom Publikum zu Recht lautstark gefeiert.

Der Neue Merker, T. Rauchenwald

“DER ROSENKAVALIER”

Von Astrid Weber habe ich etliche exzellente Wagner-Rollengestaltungen erlebt, u.a. eine Einspring-Eisa in Bayreuth, eine Senta in Klagenfurt und zuletzt wieder die Elisabeth in Wels, aber auch, neben der “Tiefland”-Martha oder der Manon Lescaut, eine hervorragende Arabella in Chemnitz.

Das aristokratische Flair verlieh die blendend aussehende Sängerin nun auch der Feldmarschallin, aber, wie von ihr gewohnt, mit der nötigen Komödiantik und sehr viel fraulichem Charme. Stimmlich hat sie dank ihrer perfekten Technik und Höhensicherheit mit der Rolle nicht die mindesten Probleme und kann sich daher ganz dem Ausdrucksgesang hingeben, der jedem Wort Bedeutung verleiht, wodurch für nie abreißende Spannung gesorgt ist. Das die Regie ihr abverlangt, dass sie im 3. Akt beim Abschied von ihrem Liebhaber regelrecht weint, hat mich weniger beglückt, denn das ist einfach im Stück nicht drinnen.

Der Neue Merker, Dr.  Sieglinde Pfabigan

LOHENGRIN / Bayreuth

(…)und Astrid Weber absolvierte einen Erstauftritt, … als wäre sie hineingeboren in diese Welt. Sie ist Besitzerin eines fabelhaft sitzenden jugendlich-dramatischen Soprans, dem jede technische Finesse mühelos zu Gebote steht, von zartesten Schwebetönen in höchsten Lagen bis zu kraftvoll-strahlenden Spitzentönen, mit denen sie problemlos ein ganzes Wagner-Ensemble übersingt. Optimale Diktion, somit Gestaltung ihrer Partien auch vom Wort her, dazu eine blendende Bühnenerscheinung und ein ungemein ausdrucksvolles Spiel.

Der Neue Merker, Dr.  Sieglinde Pfabigan

 “Bayreuth” Einspringende Elsa triumphiert… „LOHENGRIN“

 

Mit der Elsa gab Astrid Weber ihr gelungenes Bayreuth-Debüt. Die kurzfristig für Annette Dasch eingesprungene Sopranistin wirkte anfangs zwar noch etwas distanziert, bekam dieses Problem aber schnell in den Griff und wartete im Folgenden mit einer ansprechenden und glaubhaften Darstellung der brabantischen Herzogstochter auf. Gesanglich war sie phantastisch. Sie verfügt über einen blendenden, dunkel timbrierten, bestens focussierten, nuancenreichen und höhensicheren jugendlich-dramatischen Sopran, mit dem sie alle Register ihrer Partie zog und sowohl in den lyrisch-verhaltenen Passagen von „Einsam in trüben Tagen“ und „Euch Lüften, die mein Klagen so traurig oft erfüllt“ als auch in den dramatischen Ausbrüchen im Brautgemach voll überzeugte. Hoffentlich wird man diese prächtige Sängerin auch künftig in Bayreuth erleben können.

Der Opernfreund, Ludwig Steinbach

DER ROSENKAVALIER

Astrid Weber, die 2011 als Elsa in Bayreuth debütierte, ist eine glänzende Marschallin, die das Konzept voll mitgetragen hat, mit einer hervorragenden Leistung aufzuwarten wusste und ihre große, aber höchst flexible Stimme auch zum zartesten Pianissimo modulierte. Da stimmt die Musikalität der Phrasen mit der Intellektualität ihrer Aussagen überein.

 OÖ Nachrichten Linz © Michael Wruss

 

MANON LESCAUT

“Hier reichen 5 Sterne nicht aus. Wir vergeben derer 6 für das derzeitige ‘Maß der Dinge’ im Puccini-Gesang und Ausdruck, sowie für die angehende Primadonna Astrid Weber. Die Inszenierung ist bestes Musiktheater [...]“

 Peter Bilsing, www.der-neue-merker.eu,

“Die DVD überzeugt durch guten Klang, gestochen scharfe Bilder, sensible Kameraführung, bisweilen spielfilmartige Großaufnahmen. Und Astrid Weber ist eine grandiose Manon. [...] Welch ein Glück ist diese DVD für den Opernfan.

Thomas Remmert, MDR Figaro * mdrfigaro.de 

 

Chemnitz kann er sich auf ein rundum überzeugendes Ensemble mit Astrid Weber und Zurab Zurabishvili als eindrucksvolle Protagonisten stützen.

 Dr. Eberhard Kneipel, Thüringen Kulturspiegel

“…diese ‘Manon’ beweist, dass hohe Qualität nicht immer große Namen braucht. [...] Alles in allem eine packend inszenierte, musikalisch hochkarätige ‘Manon’, die den Vergleich mit internationalen Spitzenproduktionen nicht zu scheuen braucht.”

 Sven Kerkhoff, www.musikansich.de

 

Astrid Weber ist die absolute Idealbesetzung für Manon: Brilliant in den Höhen, klar im Duktus und von ungeheurer Ausdruckskraft auch in den lyrischen Passagen.

 A. Gerth, Operapoint

 

DIE MEISTERSINGER VON NÜRNBERG (Köln)

Astrid Weber hat dagegen schon einige Partien des jugendlich-dramatischen Fachs gesungen (u.a. Sieglinde); ihre Eva ist groß im Ton und jugendlich im Klang. Sie bewältigt die Partie mühelos, (…) besitzt dazu viel Ausstrahlung – insgesamt ein sehr eindrucksvolles Rollenportrait.

OMM, Autor: Stefan Schmöe, Köln, Meistersinger Köln

 

 TANNHÄUSER

Als Venus und Elisabeth ist Astrid Weber sängerisch wie darstellerisch eine erstklassige Besetzung. Mit stimmlichen Glanz dominiert sie die großen Ensembles im 2.Akt und verleiht mit stimmlichen Wohllaut dem Gebet im 3.Akt besonderen Glanz.
           orpheus Das MusikTheatermagazin Ausgabe Juli / August 2017 Herbert Henning

 
Auf der Bühne waren Venus/Elisabeth und Wolfram die beherrschenden Figuren. Astrid Weber mit ihrem vollen, satten, leicht dunklen Sopran war eine verführerische Venus wie eine innig mit feinsten Piano-Tönen flehende Elisabeth, der auch das große Volumen für die emphatische Hallen-Arie zur Verfügung steht.

von Axel Göritz, www.opernnetz.de  

 

Beim Sängerensemble dominierte in Bezug auf die sängerische Leistung eindeutig das Licht. (…). Allen voran ist Astrid Weber zu loben, die gleichzeitig die Rolle der Venus und der Elisabeth übernahm. Ihr druckvoller Sopran mit seinen strahlend reinen Höhen läßt Dich teure Halle grüß ich wieder zu einem großen Auftritt werden. In der Verwandlung der lasziven Venus zur scheuen, reinen Elisabeth zeigt sie sich als Könnerin in Bezug auf sängerische und spielerische Wandlungsfähigkeit, der insbesondere durch nuancenreich eingesetzte Farbtonmodulationen im Gesang zur Geltung kommt.

So kompliziert das bei Wagner ist, so einfach sieht das in dieser Darstellung von Astrid Weber aus. die Chemnitzer Aufführung müsste Venus heißen oder auch Elisabeth. Ganz abgesehen, dass Astrid Weber die Männer allesamt förmlich an die Wand singt, das will sie gewiss nicht, aber das ergibt sich sowohl aus ihrer Bühnenpräsenz als auch aus ihrer stimmlichen Souveränität. Sie führt in dieser Inszenierung zwei der großen Wagner-Partien vor und das nicht einfach nacheinander, sondern die eine in der anderen. Sängerisch ist sie überragend, darstellerisch souverän – sie hat den Opernabend in Chemnitz für sich. Der Sängerwettstreit auf der Wartburg gerät fest in ihre Hand, als Schutzengel Tannhäusers ist sie ergreifend.

von Reinhold Lindner, Freie Presse Chemnitz 

 …Folgerichtig gestaltet die fabelhafte Astrid Weber beide Rollen, ist verführerisches Weib, lustvoll, sinnlich, begehrend – und Heilige, keusch und engelsgleich gut.

von Jens Daniel Schubert, Sächsische Zeitung  

 

DIE ROSE VOM LIEBESGARTEN

Uneingeschränkter Star des Abends war Astrid Weber (Minneleide), die sowohl in den dramatischen Partien des Nachspiels an intensiver Ausdruckskraft gewann, als auch in den lyrischen Abschnitten mit gefühlvoller Bewegung überzeugte.

OperaPoint

DER FLIEGENDE HOLLÄNDER

Stadttheater Klagenfurt …Astrid Weber (heuer Bayreuths Elsa) führt das sehr gute Sängerensemble an. Sie gestaltet von Anfang an – schon während der Ouvertüre! – die dominierende Frauenfigur mit ausdrucksstarkem Spiel und einer hervorragenden stimmlichen Leistung. Das ist überzeugendes modernes Musiktheater. 

Der Opernfreund, Autor: Hermann Becke, Premiere

Astrid Weber, die schon zur Ouvertüre als Getriebene über die Bühne hetzte, scheint als Senta gereift und ihre Glanzrolle gefunden zu haben. Schlank in Erscheinung und Stimmführung spart sie sich den emphatischen Ausbruch für die fulminanten Spitzentöne ihres Todesentschlusses auf. Die Ballade singt sie eher als ein traumhaftes romantisches Lied. Webers Senta gibt vielleicht einen Eindruck wieder, wie dereinst eine Schröder-Devrient auf Wagner gewirkt haben mag.

Astrid Weber gibt diese Senta, nein, sie lebt sie. Selten erlebte ich den Wechsel der Gefühlsituationen des jungen Mädchens so eindringlich. Astrid Webers Stimme, changiert vom lyrischen bis hin zum hochdramatischen, scheinbar mühelos, scheinbar selbstständig. Man hört keine Forcierung, keine Anstrengung.

Der Opernfreund, Autor: Alexander Hauer

 

ARABELLA

Das exzellente Chemnitzer Ensemble beeindruckt durch darstellerisch-sängerische Rollen-Interpretation: Astrid Weber gibt der Arabella distinguiert-zurückhaltende Präsenz mit bewegender Artikulation, changierend zwischen aufbegehrender Dramatik und hingebungsvoll-ambivalenten Lyrismen.

                                                                                        Opernnetz Autor: frs

 

GÖTTERDÄMMERUNG

Als Glanzpunkt ohne jeden Abstrich sang und spielte sich Astrid Weber aus Kassel in der üblichen Rollenverbindung als Sieglinde und Gutrune mit jugendlicher Frische und Spielfreudigkeit in die Herzen des Publikums und begeisterte mit ihrem hellen klaren Ton, der auch ohne Vibrato ungepresst verströmte.

Omm  Autor : Ralf Jochen Ehresmann; Chemnitz, Götterdämmerung Chemnitz